







Videoausstellung mit vier Videoarbeiten von Max Viktor Herbert, An Laphan, Lena Zwerina und Lintu (Julia Merelind)

Was uns verbindet, trennt uns gleichzeitig voneinander: wir stehen als „Ich“ einem Du gegenüber, das sich wiederum Ich nennt. Alles was wir sehen, hören und fühlen fällt in uns hinein. Unser Bewusstsein oszilliert unentwegt zwischen dem Inneren und Äußeren, wobei wir die Außenwelt, im eigenen Innern erleben. In der Empathiefähikeit des Menschen kommt dies besonders zum Ausdruck.
Im Spannungsfeld zwischen Selbstbeobachtung und Betrachtet-Werden entstehen unsere Selbstbilder und die von uns angenommenen Fremdbilder. Dabei begegnen wir einem „Du“, das uns unweigerlich mit unserem “Ich” konfrontiert. Doch was ist dieses „Ich“, wie wir uns selbst nennen? Immer wieder verfangen wir uns in festgefahrenen Vorstellungen, in Wertungen, und identifizieren uns dabei mit vorgegebenen oder selbst gewählten Bildern. Doch was liegt hinter diesen Identitäten?
Die Ausstellung Call me you, call you I stellt sich dieser Frage aus vier verschiedenen Perspektiven, die uns dazu einladen, uns in den wechselseitigen Spiegelungen des „Ich“ und „Du“ zu verlieren und zugleich zu finden. In unterschiedlichen künstlerischen Zugängen ringen An Laphan und Lena Zwerina um das Ergründen ihrer Einzelwesenheit. Während sich Laphan in gebetshaften Versen zwischen seinen vietnamesischen Wurzeln und den auf ihn projizierten Fremdbildern selbst sucht, drängt Zwerina mit dem visuellen und akustischen Spiel wirbelnder Kupferlitzen zur ständigen Metamorphose auf der Suche nach der bleibenden Konstante. Mit assoziativ montiertem Archivmaterial untersucht Herbert die Empathiefähigkeit des Menschen und die soziologischen Begebenheiten, die auf diese Fähigkeit bis hin zur Abstumpfung einwirken. Der experimentelle Film zu der Musik von Lintu (Julia Merelind) geht Rätseln nach, die im Fragen selbst liegen.
Die Ausstellung Call me you, call you I richtet den Blick auf das, was uns als Individuen ausmacht, auf die Suche nach Sinn und die Kraft des Sich-Hinterfragens. Sie eröffnet den Dialog zwischen dem „Ich“ und dem „Du“ – in der Gewissheit, auf einer tieferen Ebene miteinander verbunden zu sein.




Videoarbeit von Max Viktor Herbert
1-Kanal Video, Stereo, 2025
Max Viktor Herbert zeigt eine Arbeit aus der Serie „States of Denial“ basierend auf einer Studie des Soziologen Stanley Cohen über persönliche und politische Verleugnung, Mitleidsmüdigkeit und die Ergründung des menschlichen Phänomens, Gewalt und Leiden anderer auszublenden.


Videoarbeit von An Laphan
1-channel film installation (6’04”)
The Imposter Prayers von An Laphan setzt sich mit den merkwürdigen Symptomen des Impostor-Syndroms in Bezug auf migrantische Erfahrungen der zweiten Generation auseinander. In Form eines Selbstgesprächs über eine instabile nationale, kulturelle und genetische Identität enthalten die namensgebenden Gebete scheinbar widersprüchliche Verse über Absurditäten der Integration, Social Shapeshifting, Alltagsrassismus, generationale Schuldgefühle und den Verlust der Vorfahren.
Dieses Projekt wurde von der ERWIN UND GISELA VON STEINER-STIFTUNG unterstützt.


Dokumentation der Vernissage Live Performance von Lena Zwerina
Kupfer, Kabel, Geschwindigkeitsregler, Motoren, Piezos, Stahl, 2.1 Stereo Sound
2024/2025
Unentschlossen in der eigenen Richtung und doch gefangen im Zeitraffer-Moment der Metamorphose. Der Drang nach Veränderung als erlösende Suche nach dem Antrieb und Sinn der eigenen Existenz.


Musik: Lintu (Julia Merelind)
Regie und Bild: Max Viktor Herbert
Konzept, Regie und Schnitt: Lena Zwerina
Kurzfilm, 7 min (loop), Stereo, 2025
In Zeiten rasanter Technologiesprünge und immer komplexeren Gebilden alogorithmischer Systeme, nimmt die Zahl der technologiegestressten Menschen und deren Angst vor Neuem dramatisch zu. Dem abstrakten Narrativ der Mythenbildung menschlicher Neugier verleiht Lintus Musik ihre dramatische Struktur und so auch dem experimentellen Musikfilm: ein Rätsel, dessen Lösung die Frage und das Sich-Hinterfragen ist.

Im Programm:








Videoausstellung mit vier Videoarbeiten von Max Viktor Herbert, An Laphan, Lena Zwerina und Lintu (Julia Merelind)
Was uns verbindet, trennt uns gleichzeitig voneinander: wir stehen als „Ich“ einem Du gegenüber, das sich wiederum Ich nennt. Alles was wir sehen, hören und fühlen fällt in uns hinein. Unser Bewusstsein oszilliert unentwegt zwischen dem Inneren und Äußeren, wobei wir die Außenwelt, im eigenen Innern erleben. In der Empathiefähikeit des Menschen kommt dies besonders zum Ausdruck.
Im Spannungsfeld zwischen Selbstbeobachtung und Betrachtet-Werden entstehen unsere Selbstbilder und die von uns angenommenen Fremdbilder. Dabei begegnen wir einem „Du“, das uns unweigerlich mit unserem “Ich” konfrontiert. Doch was ist dieses „Ich“, wie wir uns selbst nennen? Immer wieder verfangen wir uns in festgefahrenen Vorstellungen, in Wertungen, und identifizieren uns dabei mit vorgegebenen oder selbst gewählten Bildern. Doch was liegt hinter diesen Identitäten?
Die Ausstellung Call me you, call you I stellt sich dieser Frage aus vier verschiedenen Perspektiven, die uns dazu einladen, uns in den wechselseitigen Spiegelungen des „Ich“ und „Du“ zu verlieren und zugleich zu finden. In unterschiedlichen künstlerischen Zugängen ringen An Laphan und Lena Zwerina um das Ergründen ihrer Einzelwesenheit. Während sich Laphan in gebetshaften Versen zwischen seinen vietnamesischen Wurzeln und den auf ihn projizierten Fremdbildern selbst sucht, drängt Zwerina mit dem visuellen und akustischen Spiel wirbelnder Kupferlitzen zur ständigen Metamorphose auf der Suche nach der bleibenden Konstante. Mit assoziativ montiertem Archivmaterial untersucht Herbert die Empathiefähigkeit des Menschen und die soziologischen Begebenheiten, die auf diese Fähigkeit bis hin zur Abstumpfung einwirken. Der experimentelle Film zu der Musik von Lintu (Julia Merelind) geht Rätseln nach, die im Fragen selbst liegen.
Die Ausstellung Call me you, call you I richtet den Blick auf das, was uns als Individuen ausmacht, auf die Suche nach Sinn und die Kraft des Sich-Hinterfragens. Sie eröffnet den Dialog zwischen dem „Ich“ und dem „Du“ – in der Gewissheit, auf einer tieferen Ebene miteinander verbunden zu sein.

Videoarbeit von Max Viktor Herbert
1-Kanal Video, Stereo, 2025
Max Viktor Herbert zeigt eine Arbeit aus der Serie „States of Denial“ basierend auf einer Studie des Soziologen Stanley Cohen über persönliche und politische Verleugnung, Mitleidsmüdigkeit und die Ergründung des menschlichen Phänomens, Gewalt und Leiden anderer auszublenden.
Videoarbeit von An Laphan
1-channel film installation (6’04”)
The Imposter Prayers von An Laphan setzt sich mit den merkwürdigen Symptomen des Impostor-Syndroms in Bezug auf migrantische Erfahrungen der zweiten Generation auseinander. In Form eines Selbstgesprächs über eine instabile nationale, kulturelle und genetische Identität enthalten die namensgebenden Gebete scheinbar widersprüchliche Verse über Absurditäten der Integration, Social Shapeshifting, Alltagsrassismus, generationale Schuldgefühle und den Verlust der Vorfahren.
Dieses Projekt wurde von der ERWIN UND GISELA VON STEINER-STIFTUNG unterstützt.
Dokumentation der Vernissage Live Performance von Lena Zwerina
Kupfer, Kabel, Geschwindigkeitsregler, Motoren, Piezos, Stahl, 2.1 Stereo Sound
2024/2025
Unentschlossen in der eigenen Richtung und doch gefangen im Zeitraffer-Moment der Metamorphose. Der Drang nach Veränderung als erlösende Suche nach dem Antrieb und Sinn der eigenen Existenz.
Musik: Lintu (Julia Merelind)
Regie und Bild: Max Viktor Herbert
Konzept, Regie und Schnitt: Lena Zwerina
Kurzfilm, 7 min (loop), Stereo, 2025
In Zeiten rasanter Technologiesprünge und immer komplexeren Gebilden alogorithmischer Systeme, nimmt die Zahl der technologiegestressten Menschen und deren Angst vor Neuem dramatisch zu. Dem abstrakten Narrativ der Mythenbildung menschlicher Neugier verleiht Lintus Musik ihre dramatische Struktur und so auch dem experimentellen Musikfilm: ein Rätsel, dessen Lösung die Frage und das Sich-Hinterfragen ist.
Im Programm:
